Lang erwartet und herbeigesehnt..am Donnerstag war ich dann endlich in Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels. Und das erstaunliche war dann gleich: Es waren unglaublich wenig Leute im Kino. Und das in Indie??
Zum Film: Die Geschichte muss ja nicht weiter erläutert werden, Superheld Indie muss wieder jede Menge Leute und sich selbst aus der Klemme befreien und nebenher noch den berühmten Kristallschädel zurückbringen, er trifft seine erste große Liebe und erfährt dann auch noch, dass er einen Sohn hat. Soweit die Handlung. Immer wieder gibt es auch nette und amüsante Szenen, wobei mir persönlich das Ende zu übertrieben war - und auch zu wenig Handlung hatte. Der Kristallschädel, der "MacGuffin", konnte mit den bisherigen für mich nicht mithalten: Er sah aus wie aus Plastik und war sehr viel weniger reizvoll. Leider wurde auch an zu vielen Stellen zu sehr übertrieben (ja, ein wenig Übertreibung gehört zu jedem guten Indie, aber manchmal ist es einfach zu viel). Spätestens dann, wenn Sohnemann im Dschungel Tarzan spielt, fragt man sich, welchen Film man eigentlich grade anschaut.
Trotz allem: Irgendwie muss man ihn ja doch gesehen haben, oder?? Und auch wenn das Ende enttäuschend ist - Indie macht trotzdem Spaß.
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Sonntag, 8. Juni 2008
Montag, 11. Juni 2007
Zusammenstoß der Kulturen
Das Open-Air Saison hat wieder eröffnet. Lechflimmern verspricht Kino unterm Sternenhimmel. Und ich war schon da. Und die Sterne waren da und der Film war gut:
The Namesake.
Der Film beginnt mit der arrangierten Ehe zwischen Ashima und Ashoke in Indien. Kurz nach der Hochzeit siedeln sie nach New York, wo die Beiden die Liebe entdecken. Die Annäherung zwischen den Beiden ist der eine Erzählstrang.
Bei der zweiten Geschichte geht es hauptsächlich um den Sohn Gogol, der als waschechter Amerikaner aufwächst und wie er mit der indischen Tradition zunächst bricht um sich ihr dann am Ende wieder anzunähern. Auch er verliebt sich - allerdings in eine Amerikanerin. Mit dem indischen Leben will er nichts zu tun haben, zwei Welten brechen aufeinander. Die Geschichte wird ruhig und glaubwürdig erzählt und driftet nie ins Melodramatische oder übermäßig Kitschige ab.
Und: Obwohl der Film wirklich lange ging, ich bin nicht erfroren - obwohl ich auf Schlafsack bzw. Decke verzichtet habe!
The Namesake.
Der Film beginnt mit der arrangierten Ehe zwischen Ashima und Ashoke in Indien. Kurz nach der Hochzeit siedeln sie nach New York, wo die Beiden die Liebe entdecken. Die Annäherung zwischen den Beiden ist der eine Erzählstrang.
Bei der zweiten Geschichte geht es hauptsächlich um den Sohn Gogol, der als waschechter Amerikaner aufwächst und wie er mit der indischen Tradition zunächst bricht um sich ihr dann am Ende wieder anzunähern. Auch er verliebt sich - allerdings in eine Amerikanerin. Mit dem indischen Leben will er nichts zu tun haben, zwei Welten brechen aufeinander. Die Geschichte wird ruhig und glaubwürdig erzählt und driftet nie ins Melodramatische oder übermäßig Kitschige ab.
Und: Obwohl der Film wirklich lange ging, ich bin nicht erfroren - obwohl ich auf Schlafsack bzw. Decke verzichtet habe!
Mittwoch, 2. Mai 2007
Intrigen und mehr
Am Donnerstag war ich ja glückliche Gewinnerin von zwei Kinokarten: Fluch der Goldenen Blume von Zhang Yimou. Da muss ich doch hin, der war doch auch mal beim Filmfestival dabei...und ich hab die Lobeshymne über ihn korrigiert. Muss also ein guter Film sein – trotz Verriss im Spiegel. Pünktlich stand ich dann auch eine halbe Stunde vorher da, um die Karten abzuholen. Worum geht’s?
China im Jahr 928, späte Tang-Dynastie. Ein Kaiser, der seine Gattin mittels einer Medizin vergiften will, eine Gattin, die nicht den Kaiser, sondern ihren eigenen Stiefsohn liebt. Der Stiefsohn wiederum liebt eine Bedienstete, die nicht nur seine Halbschwester ist, sondern auch diejenige, die der Kaiserin den giftigen Trank verabreicht. Achja, dann gibt es noch die beiden „richtigen“ Söhne der Kaiserin, ein Kämpfer und naiv wirkender Jüngling. Soweit grob zur Konstellation. Es gibt wohl ein chinesisches Sprichwort, das auf diesen Film zutrifft: „Eine Fassade aus Gold und Jade, aber darinnen krabbeln die Spinnen“.
So ist es dann auch. Sowohl die Kaiserin Mutter stellt eine Armee auf, um den ungeliebten Gatten loszuwerden, als auch der Kaiser selbst – selbst der Jüngling mischt noch mit. Alle gegen alle also? Ja, mehr oder weniger schon. Jedenfalls prägen den ersten Teil des Films vor allem die „opulenten“ Bilder: Alles voller Gold, Blumen und schönen Frauen mit freizügigen Dekolletés (einige KP-Funktionäre sollen auch das Dekolleté von Gong Li, der Kaiserin, als „unanständig aufreizend“ bezeichnet haben). Im zweiten Teil beginnt dann das Gemetzel, indem die Armeen von Kaiser und Kaiserin gegeneinander ankämpfen. Man sitzt im Kino und fragt sich: Können die Probleme nicht anders gelöst werden?? Anstatt einfach den Gatten im Schlaf zu ermorden wird eine Schlacht inszeniert – und das Drama spitzt sich mehr und mehr zu. Am Ende ist nicht nur der Geliebte der Kaiserin tot, sondern auch seine leibliche Mutter, seine (von ihm geliebte) Halbschwester, der verbündete Sohn der Kaiserin und der unterschätzte Jüngling. Trotz dem vielen Blutvergießen und den durchaus tragischen Geschichten – ein echtes Miterleben kommt nicht auf. Während der tragischsten Momente lachte das ganze Kino, so übertrieben ist die Darstellung. Ansonsten dümpelt die Geschichte vor sich hin und bietet keine wirklichen Spannungsmomente – aber immerhin gibt es einige Lachmomente, auch wenn diese von Zhang Yimou wohl nicht so beabsichtigt waren.
Etwas jedoch kann man aus dem Film lernen: Eheprobleme sollte daheim gelöst werden, sonst gibt’s nur Ärger!!
China im Jahr 928, späte Tang-Dynastie. Ein Kaiser, der seine Gattin mittels einer Medizin vergiften will, eine Gattin, die nicht den Kaiser, sondern ihren eigenen Stiefsohn liebt. Der Stiefsohn wiederum liebt eine Bedienstete, die nicht nur seine Halbschwester ist, sondern auch diejenige, die der Kaiserin den giftigen Trank verabreicht. Achja, dann gibt es noch die beiden „richtigen“ Söhne der Kaiserin, ein Kämpfer und naiv wirkender Jüngling. Soweit grob zur Konstellation. Es gibt wohl ein chinesisches Sprichwort, das auf diesen Film zutrifft: „Eine Fassade aus Gold und Jade, aber darinnen krabbeln die Spinnen“.
So ist es dann auch. Sowohl die Kaiserin Mutter stellt eine Armee auf, um den ungeliebten Gatten loszuwerden, als auch der Kaiser selbst – selbst der Jüngling mischt noch mit. Alle gegen alle also? Ja, mehr oder weniger schon. Jedenfalls prägen den ersten Teil des Films vor allem die „opulenten“ Bilder: Alles voller Gold, Blumen und schönen Frauen mit freizügigen Dekolletés (einige KP-Funktionäre sollen auch das Dekolleté von Gong Li, der Kaiserin, als „unanständig aufreizend“ bezeichnet haben). Im zweiten Teil beginnt dann das Gemetzel, indem die Armeen von Kaiser und Kaiserin gegeneinander ankämpfen. Man sitzt im Kino und fragt sich: Können die Probleme nicht anders gelöst werden?? Anstatt einfach den Gatten im Schlaf zu ermorden wird eine Schlacht inszeniert – und das Drama spitzt sich mehr und mehr zu. Am Ende ist nicht nur der Geliebte der Kaiserin tot, sondern auch seine leibliche Mutter, seine (von ihm geliebte) Halbschwester, der verbündete Sohn der Kaiserin und der unterschätzte Jüngling. Trotz dem vielen Blutvergießen und den durchaus tragischen Geschichten – ein echtes Miterleben kommt nicht auf. Während der tragischsten Momente lachte das ganze Kino, so übertrieben ist die Darstellung. Ansonsten dümpelt die Geschichte vor sich hin und bietet keine wirklichen Spannungsmomente – aber immerhin gibt es einige Lachmomente, auch wenn diese von Zhang Yimou wohl nicht so beabsichtigt waren.
Etwas jedoch kann man aus dem Film lernen: Eheprobleme sollte daheim gelöst werden, sonst gibt’s nur Ärger!!
Sonntag, 18. März 2007
Alice im Schreckensland - Pans Labyrinth
Es war einmal unter der Erde, da träumte eine Prinzessin von einer menschlichen Welt…“.
Spanien 1944. Der Bürgerkrieg ist vorbei, doch republikanische Partisanen kämpfen weiterhin gegen Francos Faschisten.
Die junge Ofelia liest gerne Märchen, ist voller Fantasie, träumt gerne und will ihrer grausamen Umwelt entfliehen. Die Mutter ist das Gegenteil. Sie ist illusionslos geworden und versucht, mit der Welt im Hier und Jetzt zurecht zu kommen. Nach dem Tod ihres ersten Mannes heiratet sie einen Hauptmann, einen grausamen Faschisten der an einem der Außenposten stationiert ist. Als Ofelias Mutter schwanger wird, lässt er Mutter und Ofelia zu sich kommen. In der Gottesanbeterin, die Ofelia während der Reise entdeckt, sieht Ofelia eine Fee.
Und dann beginnt die Reise in eine phantastische Welt. Die Fee führt Ofelia in Pans Labyrinth. Pan wird zu einer Art Mentor für Ofelia, er ist ein unheimliches und geheimnisvolles Wesen, dem man nicht immer gehorchen sollte. Er erklärt Ofelia, sie sei eine Prinzessin. Eine Prinzessin der Unterwelt. Um in ihr Reich zurückzukehren, müsse sie drei Aufgaben bewältigen. Die Aufgaben sind gefährlich, Ofelia wird immer mehr Teil der Fanasiewelt voller Fabelwesen: Gute Feen und böse Ungeheuer. Obwohl diese fantastische Welt grausam ist, ist Ofelia davon hingezogen. Schließlich ist die Realität noch schlimmer. Der Hauptmann foltert und tötet Partisanen, die Mutter stirbt bei der Geburt des Kindes und schließlich wird auch Ofelia selbst noch vom bösen Stiefvater misshandelt.
Ofelias Märchenwelt ist jedoch keine reine Phantasiewelt - sondern eine fantastische. Der Film präsentiert die beiden Welten als zwei Dimensionen einer Welt. So scheint die Phantasiewelt auch Einfluss zu haben auf die Realität: Der Pan gibt Ofelia eine Alraune-Pflanze, die der kranken Mutter helfen soll. Und wirklich hat die Pflanze eine Besserung zur Folge - bis der Vater sie entdeckt und verbrennt. Und auch die reale Welt kommt nicht zu kurz, die Schrecken und die Hoffnungen werden ebenso dargestellt wie die rätzelhafte Märchenwelt.
Meine Meinung: Ein wunderschöner, phantastischer Film, der mit viel Liebe gemacht wurde und, emotional und berührend . Auch wenn einige Szenen sehr brutal sind - es ist doch die Realität, die dargestellt wird. Traurig schön bis zum Schluss.
Toll in der Hauptrolle Ivana Baqero als Ofelia. Die drei Oscars für "beste Ausstattung", "beste Maske" und "beste Kamera" sind absolut gerechtfertigt.
Ein Film, bei dem sich lohnt ins Kino zu gehen (oder in irgendwann mal noch mal mit Beamer daheim angucken...)
Epd-Film sagt: Ein Werk, von dem man mit Gewissheit sagen kann, dass es nicht nur zu den bleibenden Werken des Jahres, sondern dieser Dekade gehört.
Ich sage: Stimmt!
Spanien 1944. Der Bürgerkrieg ist vorbei, doch republikanische Partisanen kämpfen weiterhin gegen Francos Faschisten.
Die junge Ofelia liest gerne Märchen, ist voller Fantasie, träumt gerne und will ihrer grausamen Umwelt entfliehen. Die Mutter ist das Gegenteil. Sie ist illusionslos geworden und versucht, mit der Welt im Hier und Jetzt zurecht zu kommen. Nach dem Tod ihres ersten Mannes heiratet sie einen Hauptmann, einen grausamen Faschisten der an einem der Außenposten stationiert ist. Als Ofelias Mutter schwanger wird, lässt er Mutter und Ofelia zu sich kommen. In der Gottesanbeterin, die Ofelia während der Reise entdeckt, sieht Ofelia eine Fee.
Und dann beginnt die Reise in eine phantastische Welt. Die Fee führt Ofelia in Pans Labyrinth. Pan wird zu einer Art Mentor für Ofelia, er ist ein unheimliches und geheimnisvolles Wesen, dem man nicht immer gehorchen sollte. Er erklärt Ofelia, sie sei eine Prinzessin. Eine Prinzessin der Unterwelt. Um in ihr Reich zurückzukehren, müsse sie drei Aufgaben bewältigen. Die Aufgaben sind gefährlich, Ofelia wird immer mehr Teil der Fanasiewelt voller Fabelwesen: Gute Feen und böse Ungeheuer. Obwohl diese fantastische Welt grausam ist, ist Ofelia davon hingezogen. Schließlich ist die Realität noch schlimmer. Der Hauptmann foltert und tötet Partisanen, die Mutter stirbt bei der Geburt des Kindes und schließlich wird auch Ofelia selbst noch vom bösen Stiefvater misshandelt.
Ofelias Märchenwelt ist jedoch keine reine Phantasiewelt - sondern eine fantastische. Der Film präsentiert die beiden Welten als zwei Dimensionen einer Welt. So scheint die Phantasiewelt auch Einfluss zu haben auf die Realität: Der Pan gibt Ofelia eine Alraune-Pflanze, die der kranken Mutter helfen soll. Und wirklich hat die Pflanze eine Besserung zur Folge - bis der Vater sie entdeckt und verbrennt. Und auch die reale Welt kommt nicht zu kurz, die Schrecken und die Hoffnungen werden ebenso dargestellt wie die rätzelhafte Märchenwelt.
Meine Meinung: Ein wunderschöner, phantastischer Film, der mit viel Liebe gemacht wurde und, emotional und berührend . Auch wenn einige Szenen sehr brutal sind - es ist doch die Realität, die dargestellt wird. Traurig schön bis zum Schluss.
Toll in der Hauptrolle Ivana Baqero als Ofelia. Die drei Oscars für "beste Ausstattung", "beste Maske" und "beste Kamera" sind absolut gerechtfertigt.
Ein Film, bei dem sich lohnt ins Kino zu gehen (oder in irgendwann mal noch mal mit Beamer daheim angucken...)
Epd-Film sagt: Ein Werk, von dem man mit Gewissheit sagen kann, dass es nicht nur zu den bleibenden Werken des Jahres, sondern dieser Dekade gehört.
Ich sage: Stimmt!
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