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Dienstag, 16. Oktober 2007

Update

Nachdem ich wochenlang auf Tauchgang war, jetzt wieder Neuigkeiten von mir.
Meine Masterarbeit ist abgegeben, hab sie sogar schon wieder und ich habe mein Zeugnis. Damit ist meine universitäre Laufbahn beendet. Ein seltsames Gefühl. Ohne viel Aufheben (und ohne Glückwünsche) wurde mir das Zeugnis in die Hand gedrückt. Aus Nostalgiegründen (und weil ich noch ein Buch abgeben musste) lief ich wieder wie ein Ersti in der ganzen Uni umher, um mich zu verabschieden. Nie mehr ein Käffchen in der alten Cafete, nie mehr in der Bib nach einem funktionierenden Kopierer suchen, kein Feierabend-Bierchen nach Hausi-Seminar, kein Rumhängen auf der Wiese...alles passé.
Und auch WG intern gab es Veränderungen. Magda hat uns verlassen, für Nachschub ist allerdings schon gesorgt. Nach einem lustigen Casting mit lispelnden Zicken, ängstlichen Rastamännern und Streber-Diplomanden haben wir unsere Wahl getroffen und uns für den Mann mit Beamer und xBox entschieden. Und wir bereuen nix..jetzt hab ich ja Zeit, jetzt kann gezockt werden...!!

Samstag, 28. Juli 2007

Das merkwürdige Verschwinden der Frau G.

Endlich war es soweit. Meine Masterarbeit war fertig. Und ich habe den großen Schritt getan und sie drucken und binden lassen. Mit der nötigen Ehrfurcht betrat ich dann das Prüfungsamt. Doch aller Ernst und alle Würde waren umsonst. Erst mal war das Büro umgezogen.
Und im richtigen Büro..die Überraschung. Frau G. war nicht da. Wo ist sie? Entführt? Krank? Auf einem Kurztrip? Ich fand jedenfall eine Frechheit. Schließlich musste ich die drei Exemplare dann auch noch mit heim schleppen. Deshalb war ich am Freitag noch mal in der Uni (dieses Mal hatte ich vorher angerufen).
MASTERARBEIT IST ABGEGEBEN!

Da kann das Wochenende doch beginnen...!!!

Mittwoch, 18. April 2007

Ja, ist die Uni denn umsonst??

An der Uni findet mal wieder ein Protestaktion gegen Studiengebühren statt. Gleich vor der Tram-Haltestelle wird man mit einem riesigen Plakat empfangen mit dem Titel: Studium Umsonst!
Eigentlich eine tolle Sache. Wer will schließlich Studiengebühren zahlen?! Trotzdem hab ich mich sehr stark über die Wortwahl gewundert. Wenn man eine solche Aktion startet, sollte man keinen zweideutigen Parolen verwendet. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dafür protestiert wird, dass unser Studium umsonst sein soll. Für was studiere ich dann?? Jaja, die deutsche Sprache hat halt ihre Tücken...da sollte man ihre Feinheiten kennen. Und wenn nicht, hilft ein Blick in den Duden. Und wer die 25 Cent nicht zahlen will, findet auch im Wiktionary Antwort auf die Frage, welche zwei Bedeutungen das harmlos wirkende Wort "umsonst" hat: 1. gratis, kostenlos 2. vergebens, vergeblich, erfolglos. Ist das Studium vergebens? Dann ist es allerdings logisch, dass keiner Studiengebühren zahlen will. Oder wie soll man den Satz sonst verstehen?
Nichts gegen Protestaktionen. Doch sollte man davon ausgehen, dass sich Studenten, die ja für sich Bildung beanspruchen auch ein wenig Gedanken über die Parolen machen. Ansonsten wird das Ganze nur lächerlich gemacht. Ich meine, ich bin gegen Studiengebühren. Und trotzdem musste ich bei dem Plakat lächeln. Was machen dann erst die Gegner?? Außerdem muss ich gestehen, dass ich immer den Eindruck habe, dass immer die Dauerstudenten bei den Protestaktionen dabei sind...vielleicht brauchen sie deshalb solange, um ihr Studium fertig zu bringen?
Ich jedenfalls hoffe weiterhin, dass mein Studium nicht umsonst ist...

Mittwoch, 14. März 2007

Ich bin angemeldet!

Es ist offiziell. Meine Masterarbeit mit dem Titel "Hollywood in Hell - Sin City, das Böse und religiöse Symbole" ist angemeldet! Nachdem ich schon fast Alpträume hatte, dass was mit der Anmeldung schief geht bin ich am Montag schnurschracks zu Frau Gewitsch. Jetzt gibts kein zurück mehr..
Und heut fahr ich nach München, um der Bib der HFF (Hochschule Film Fernsehen) einen Besuch abzustatten. Die ist natürlich spezialisiert auf Film. Da gibts dann ganze Ordner zu einem Film mit den Kritiken aus sämtlichen Zeitungen. Und Filmbücher ohne Ende. 60 000 Bücher und Zeitschriften hat die Bib mittlerweile - und ist eine der vier führenden Spezialbibliotheken für Film und Fernsehen in Deutschland. Ganz klar, dass ich da hin muss. Das heißt: Kopieren, kopieren, kopieren. Und hoffentlich viele neue Erkenntnisse..!

Montag, 12. Februar 2007

Katholische Kirche = Welt

Ja, ich gebs ja zu. Auch ich bin katholisch. Was will man als in Süddeutschland Geborener denn sonst werden? Die Katholische Kirche ist nun mal die Welt. Das konnte ich erst wieder feststellen, als ich im Zuge meiner Masterarbeit den KKK las:
Katechismus der Katholischen Kirche. kurz: Weltkatechismus

Umwertung der Werte

Das derzeitige Top-Thema in meiner Master-Arbeit ist ja wie gesagt das Böse. Ein unglaublich spannendes Thema, das mich dazu 'zwingt', mich mit unter anderem Nietzsche zu beschäftigen - was ich immer wieder anfange, aber nie ganz zu Ende bringe. Und jetzt endlich habe ich dann auch verstanden, was Nietzsche mit der "Umwertung der Werte" sagen will und welche Konsequenzen ides hat. Moral, das stellt Nietzsche fest, ist eine "Halluzination" des Menschen, rein vom Menschen geschaffene Kategorien. Die Natur lehrt das Gesetz des Stärkeren. Bei den Menschen haben sich diese Werte in Jesus Christus verkehrt: Die Unterdrückten üben mit Hilfe von geistiger Überlegenheit Macht auf ihre Unterdrücker aus - indem sie das Verhalten der Starken als "böse" kategorisieren. Dies stellt die Umwertung der Werte dar und ist Nietzsche zufolge eine Verlust der Natürlichkeit. Die gleiche Begründung führte im Übrigen auch Hitler an, Juden seien die "physischen Träger einer Ethik des Tötungsverbots" und damit die Verursacher einer falschen Moral, weshalb sie vernichtet werden müssten. Und: "Die Natur ist grausam. Deshalb müssen wir es auch sein." Sehr erschreckend, wie diese Unmenschlichkeit durch Logik begründet wird und 'Sinn macht'. Einen sehr interessanten Artikel gab es auch in der Süddeutschen.
Das schönste Fazit zur Begründung von Moral, das ich gefunden habe ist von McGinn:
"
Der beste Grund dafür, moralisch zu sein, liegt darin, dass es eben moralisch ist"