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Sonntag, 25. November 2007

Ein Wochenende in Salzburg

Nachdem ich zwei Tage gearbeitet habe, dachte ich mir, wäre ein kurzer Urlaub durchaus angebracht. Gesagt, getan. Am Samstag ging's mit Steffen und seiner "Anne" nach Salzburg. Unser Hotel fanden wir - und das ist für uns wirklich außergewöhnlich - auf Anhieb. Zunächst bewunderten wir die tolle Aussicht aus unserem Zimmer (Salzburgs größter Sex-Shop), dann gings ab in die Stadt. Im Mirabellengarten packten wir dann unser Picknick aus, um uns zu stärken. Schloss Mirabell hieß übrigens früher Altenau. Wolf Dietrich, Fürsterzbischof von Salzburg von 1587 bis 1612, ließ es für seine Geliebte Salome Alt bauen. Mit ihr hatte er sage und schreibe 15 Kinder. Dass das Schloss den Namen der Geliebten trug, war wohl irgendwann nicht mehr ganz angesagt - deshalb wurde es in Schloss Mirabell umbenannt. Wolf Dietrich ließ im Übrigen nicht nur das Schloss bauen, sondern baute an fast jedem berühmten Gebäude in Salzburg. Muss ein schönes Leben geführt haben...
Nach der Stärkung spazierten wir ein wenig umher, um uns zu orientieren - und wir stießen auf den Kapuzinerberg. Dort gelang es uns, den kompliziertesten, langwierigsten und anstrengensten Weg zum Franziski-Schlössl ausfindig zu machen. Das war wirklich eine Leistung. Hinweg: 1,5 Stunden, Rückweg 15 Minuten. Dafür entdeckten wir das Salzburger Äquivalent zur Fuggerei: In den Wachtürmen der Stadtmauer hatten sich einige häuslich eingerichtet: Mit Kochstelle vor dem Haus, Wäscheleine, Matrazen als Tür...
Aber schließlich erreichten wir ja (völlig erschöpft) das Franziski-Schlössl, das sich erfreulicherweise als Wirtschaft herausstellte. Das Radler hatten wir uns auch verdient!!
Nach einem gemütlichen Abendessen und Kneipenbesuch endete der erste Tag in Salzburg.
Am Sonntag war das Wetter nicht mehr freundlich zu uns. Deshalb waren wir faul und beschlossen, zur Festung Hohensalzburg nicht wie geplant zu wandern, sondern gemütlich zu fahren. Aufgrund der Kälte statteten wir dann auch jedem Museum auf der Burg einen Besuch ab (schließlich gab es ja auch nur einen Einheitspreis - und als alter Schwabe muss man dann ja alles sehn, für das man bezahlt hat). War wirklich sehr interessant, v.a. die Aussicht war überragend. Nach der Besichtigung stand dann der Besuch des Tomaselli-Cafés an: Riesige Torten zu teueren Preisen. Aber durchaus lohnend. Und dann hatte ich endlich meinen Triumph. Ich war ja der festen Überzeugung, die "echten" Mozartkugeln sind NICHT rot, sondern silber und blau. Dass mir kein Schwein glaubte war ja klar. Bis wir dann endlich ein Schild entdeckten, dass mir Recht gab. Alle Interessierte können die Geschichte der Mozartkugel übrigens auch bei Wikipedia nachlesen.
Fazit: Salzburg ist schön, Wochenende war toll!

Regenwetter..

So, nachdem heute so ein richtiges Regenwetter ist, und ich ausnahmsweise keinen Besuch habe, komm ich endlich wieder zum schreiben. Deshalb erst mal ein kurzes Update. Was ist alles passiert? Ich bin unter die Berufstätigen gegangen, führe ein absolutes Spießerleben (morgens früh raus, arbeiten, abends früh schlafen, nicht weggehen), war auf Kurztrip in Salzburg (Sightseeing, Entspannen, Wandern) und hatte die letzten Wochenenden Besuch von quasi der gesamten Familie. Dazu noch der übliche Weihnachtsstress (wenn man berufstätig ist, muss man sich früh um Weihnachtsgeschenke kümmern - vor allem, wenn fast alle Wochenenden bis Weihnachten verplant sind). Und dank des freundlichen IKEA Augsburg, der mir einen 50 Euro Gutschein geschenkt hat, wurde mein Zimmer noch gepimpt: Grünpflanze, Teppich, neuer Duschvorhang, Biergläser, neuer Tisch. Das sind so die groben Neuanschaffungen. Soviel zur Kurzversion...

Dienstag, 30. Oktober 2007

Die letzten Tage in Freiheit

Irgendwie schon komisch. Jahrelang war man Student, hatte alle Zeit der Welt und war trotzdem im Dauerstress. Jetzt soll der Ernst des Lebens beginnen. Sechs Uhr aufstehen und arbeiten. Und das 8 Stunden am Tag, 5 mal die Woche. Kein Bummelleben mehr, kein "heut geh ich mal nicht an die Uni"...Aber immerhin: endlich auf eigenen Füßen stehen!
Trotzdem werd ich die letzten Tage in Freiheit noch genießen. Vielleicht mit Shopping?

Dienstag, 16. Oktober 2007

Herbstfest und Sichelhenke

Am Wochenende habe ich mal wieder das schöne Aulendorf besucht. Dort gibt es jetzt übrigens ein mittelalterliches Hotel, für alle die Ritter und Burgfräulein spielen wollen. Das war jedoch nicht der Grund, warum ich nach da war. Das in der Familie Strasser traditionelle Herbstfest stand wieder an. Und natürlich musste auch noch mein Abschluss gefeiert werden. Deshalb begann das Herbstfest erst mal mit einem kleinen Sektempfang - natürlich mit dem guten Aulendorf Sekt. Es lebe der Lokalpatriotismus! Danach gabs, wie mittlerweile üblich, Kürbiskernsuppe, Zwiebelkuchen und Piroggen und danach Bratäpfel. Und selbstverständlich Suser. So macht der Herbst Spaß. Am Samstag war dann auch noch die legendäre Sichelhenke in Otterswang. Mittlerweile mit Flohmarkt und Herbstmarkt. Und klar, dass wir auch noch den Erntedankteppich in der Kirche bewunderten. Mit diversem Obst und Samen wird jedes Jahr ein Heiligenbild dargestellt. Dieses Mal die Heilige Elisabeth von Thüringen. (Auf der Beschreibung stand "(...) deren Leben im Folgenden nicht erläutert werden muss", für alle Unwissenden wie ich gibt Wikipedia Auskunft...). Sehenswert ist der Teppich auf alle Fälle.
Fazit: Schee wars!

Update

Nachdem ich wochenlang auf Tauchgang war, jetzt wieder Neuigkeiten von mir.
Meine Masterarbeit ist abgegeben, hab sie sogar schon wieder und ich habe mein Zeugnis. Damit ist meine universitäre Laufbahn beendet. Ein seltsames Gefühl. Ohne viel Aufheben (und ohne Glückwünsche) wurde mir das Zeugnis in die Hand gedrückt. Aus Nostalgiegründen (und weil ich noch ein Buch abgeben musste) lief ich wieder wie ein Ersti in der ganzen Uni umher, um mich zu verabschieden. Nie mehr ein Käffchen in der alten Cafete, nie mehr in der Bib nach einem funktionierenden Kopierer suchen, kein Feierabend-Bierchen nach Hausi-Seminar, kein Rumhängen auf der Wiese...alles passé.
Und auch WG intern gab es Veränderungen. Magda hat uns verlassen, für Nachschub ist allerdings schon gesorgt. Nach einem lustigen Casting mit lispelnden Zicken, ängstlichen Rastamännern und Streber-Diplomanden haben wir unsere Wahl getroffen und uns für den Mann mit Beamer und xBox entschieden. Und wir bereuen nix..jetzt hab ich ja Zeit, jetzt kann gezockt werden...!!

Dienstag, 24. Juli 2007

Ich war Trauzeugin...!

So, jetzt hab ich wieder mal ein wenig Zeit zu schreiben. Am Freitag war die Hochzeit von meiner Schwester - und ich wußte nicht, wie stressig es sein kann, Trauzeuge zu sein. Wie auch. War ja schließlich die erste Hochzeit in meinem Leben. Dementsprechend nervös war ich. a) die Schwester heiratet b) erste Hochzeit überhaupt c) erstes Mal Trauzeugin.

Die letzten Tage vorher liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Eindecken, Schwesterlein helfen, Überraschungen vorbereiten...da war gutes Zeit-Management angesagt, damit nichts kollidiert. Und man durfte sich natürlich auch nicht verquasseln. Was extrem schwer war. Vor allem für mich. Und weil ich immer wieder sagen musste "Ich habe keine Zeit" - und dann stets die Frage kam: "Warum?" Ja, da heißt es sich ganz schnell eine Ausrede einfallen lassen.
Schlussendlich haben wir alles doch noch fertig gekriegt, was wir wollten (auch wenn ich zwischenzeitlich daran gezweifelt hatte).
Und die Hochzeit war ein voller Erfolg! Finde ich jedenfalls. Und das Ehepaar auch. Das ist doch die Hauptsache oder??

So schön es war, die nächste Hochzeit will ich mal als "normaler" Gast erleben ;)

Mittwoch, 27. Juni 2007

Mein erstes Mal - Part III

Last but not least:
Ich war heut Kanu fahren. So mit richtigem Kurs und richtigem Paddeln. Also kein Amateur-Getue. Nein, das hat unser Guide nicht zugelassen. Spannend war ja zunächst, ob wir heut überhaupt Paddeln. So toll sah das Wetter ja nicht aus. Ich hab mir dann auch noch auf die Schnelle eine Regenjacke besorgt (wieder einmal: Es lebe das WG-Leben). Nach einigem Hin-und-Her Telefonieren hieß es: Wir paddeln auf alle Fälle.
Um circa 4 Uhr musst ich los. 15.45 Uhr: Mein Zimmer ist ein Chaos, ich brauch UNBEDINGT noch Kaffee und das Telefon klingelt und gepackt hab ich auch noch nicht...! 15.55 Uhr: Kaffee neben mir, Zimmer einigermaßen ok, Sachen gepackt. Aber: Es regnet in Strömen. Also erst mal abwarten. 16.10 Uhr: Der Regen hört auf, Kaffee ist ausgetrunken, also Abmarsch.
Und das Paddeln hat wirklich Spaß gemacht, war zwar am Anfang etwas konfus (in welche Richtung wollen wir? Wie muss ich da paddeln??), aber lustig. Und wir sind weder gekentert, noch kam das Wasser von oben. Im Gegenteil, als wir dann die Sache einigermaßen unter Kontrolle hatten, kam die Sonne raus...schööön.
So konnten wir uns auf dem See treiben lassen...der Sonne entgegen..

Mein erstes Mal - Part II

Es gibt ja noch eine Sache, bei der ich mich immer weigern wollte. Motorrad fahren. Ich finde, dass das einfach VIEEL zu gefährlich ist. Das erzähl ich ja immer jedem der es hören will (oder auch nicht).
Aber dann wurde ich doch überredet. Man muss ja alles mal ausprobieren, oder??
Nachdem ich dem Fahrer das Versprechen abgenommen habe, WIRKLICH langsam zu fahren, habe ich zugestimmt. Bei wunderschönem Wetter ging's an Baggersee.
Bevor wir jedoch losfahren konnten, musste ich mich selbstverständlich erst in Motorrad-Kluft schmeißen. Wer sich jetzt so ein absolut cooles "Uma-Thurman-aka-Die-Braut" vorstellt - leider nein. Ich gehör ja nicht grad zu den größten Menschen. Dementsprechend groß war mir die Kleidung. Die Hose ging bis fast knapp untern Hals und die Jacke war so lang, dass ich ernsthafte Probleme hatte, die (natürlich zu großen) Handschuhe da noch irgendwie drüberzustülpen. Ich find ja auch, dass das absolut Pflicht ist, sich auf dem Motorrad richtig anzuziehen - aber mal ganz ehrlich, so ein bissl vom Spaß geht da verloren! Es ist warm und du stehst da in voller Montur. Und dann noch der Helm. Da geht man doch fast ein!!
Zum Fahren selbst: Nachdem ich mich mal endlich dran gewöhnt hatte, war's eigentlich ganz nett. Kann durchaus spaßig sein. Bloß muss ich auch sagen, schneller hätte ich ganz sicher nicht fahren wollen. Auf dem Motorrrad merkt man die Geschwindigkeit schon mehr als im Auto.
Meine Abneigung gegen Motorrad hab ich nicht abgelegt (die Dinger können einfach zu schnell fahren und da passieren zu viele Unfälle, die gar nicht gut ausgehen). Aber immerhin kann ich ein bißchen die Begeisterung nachempfinden.

Mein erstes Mal - Part I

Nachdem ich mein Fahrrad nun schon zum zweiten Mal platt war (bis zur Uni hats gehalten...), hab ich nun gedacht, jetzt kann ich nicht schon wieder irgendwelche Männer nerven. Zumal ich freundlicherweise auch Flickzeug geschenkt gekriegt hab. Problem: Bisher hab ich mich immer geweigert, Fahrrad zu reparieren - das impliziert das Flicken.
Nun gut, einmal ist ja immer das erste Mal. Mit Hilfe von J.T. hab ich mich dann doch mal an diese schwierige Aufgabe gewagt. Erstes Problem: Das passende Werkzeug. Aber glücklicherweise gibts in einer WG ja immer jemand, der einem weiter helfen kann.
Nachdem wir dann dieses schwierige Problem gemeistert hatten und ich all meine Kraft eingesetzt hatte, um die Schrauben auch aufzukriegen (das war harte Arbeit!!) war im Prinzip alles ganz easy. Netterweise war das Loch so groß, dass wir es sehen konnten.
Passanten haben sich vielleicht etwas über uns amüsiert, v.a. wenn wir lautstark den nächsten Schritt diskutierten - aber was kümmern uns die Passanten. Jedenfalls: Mission erfolgreich! Und das bis auf einen Mini-Kratzer an meiner Hand (ich wollte zu fest schrauben und bin abgerutscht) unfallfrei.
Jedenfalls war ich ganz stolz auf mich (ja, ich weiß, es ist nur ein Reifen, aber immerhin war's das erste Mal).
Als ich dann am ein paar Tage später nach kurzem Heimaturlaub mein Werk bewundern wollte stand ich vor einer leeren Stelle. Wie jetzt? Da war doch mein Rad??
Kurz und knapp: Jetzt, wo mein Rad endlich wieder voll funktionstüchtig war (Bremsen gehn! Reifen geflickt und aufgepumpt! Selbst das hintere Licht funktioniert!) - wurde es mir geklaut!!
Dabei dachte ich, bei meinem alten Klappergestellt passiert das nicht. :(
Ich war und bin immer noch sauer. Falls jemand mein wunderschönes Radl sieht (dieses stylisch grün-pinke): Dran bleiben, mich anrufen, den Fahrradfahrer platt machen!!
Ich reparier doch nicht für andere Leute mein Rad!!

Freitag, 22. Juni 2007

Eine Ära geht zu Ende

Nein, ich habe meine Masterarbeit noch nicht abgegeben.
Aber mit Tränen in den Augen habe ich heute die letzte Sendung Ehrensenf mit Katrin gesehen.
Und seit ich Masterarbeit schreibe, habe ich ja einen gewissen Rhythmus: Morgens um 6.45 Uhr klingelt der Wecker, dann torkel ich in die Küche, um Kaffee zu machen. Dann gibts Frühstück - und gegen 7.10 gehts mit dem Kaffee ins Zimmer. Wo dann natürlich sofort der Rechner angeschaltet wird und Ehrensenf gestartet wird. Und dann heißt es: Wach werden mit Katrin und Kaffee.
Ich schätze es wird Zeit, meine Masterarbeit zu beenden...

Donnerstag, 31. Mai 2007

Ein schöner Tag

Heut ist Weltnichtrauchertag. Leider hab ich das zu spät mitgekriegt. Sonst hätt ich heut ja nicht geraucht. Ehrlich!!
Aber nicht der Weltnichtrauchertag ist es, der den Tag schön macht. NEIN. Wir haben endlich wieder Arcor! Und VOIP ist weg. Telefonieren macht wieder Spaß. Der upload funktioniert! Alles toll.
Und ich hab festgestellt, dass mit den richtigen Geräten das Anschließen wirklich einfach ist. Nach diesem Erfolgserlebnis hatte ich mir meine Zigarette doch verdient??
Außerdem verfüge ich seit heute wieder über ein verkehrssicheres Fahrrad. Meine Bremsen sind repariert. Ich kann wieder jederzeit und überall halten! Und nein, nicht indem ich abspring oder vom Rad knall...
Die Fahrradtouren können beginnen, ich bin bereit. :)

Sonntag, 20. Mai 2007

Am Bodensee ist`s schön

Gestern stand eine Family-Radtour an Bodensee auf dem Plan, circ. 75 Kilometer, mit dem Zug zurück. Das Wetter spielte zum Glück mit, und so ging es gegen halb elf los Richtung Bodensee. Gegen halb zwei gab es dann unser Picknick. Und das war, um es auf den Punkt zu bringen, einfach genial! Hamburger (mit Soße, Gurke, Salat und Tomate, für mich irgendeinen vegetarischen Klops), für jeden einen Apfel, Süßkram...und als Krönung für jeden ein kühles Radler! Ja, so macht Picknick Spaß. Wir haben es jedenfalls genossen!! Bloß waren wir danach alle voll und müde. Aber egal, die Tour geht weiter. Strampeln, strampeln, den Berg hoch. Oben angekommen, hatten wir, wie zur Belohnung, einen wunderschönen Blick auf den Bodensee. Am Bodensee in Hagnau angekommen, suchten wir uns erst ein hübsches Café und aßen eine riesige Portion frische Hagnauer Erdbeeren, die unglaublich gut schmeckten. Ja, und dann kam der (zumindest für mich) stressigere Teil. Wir fuhren nämlich von Hagnau nach Friedrichshafen. Eigentlich nicht sonderlich weit, circa 20 Kilometer, schön eben. Nur ich kam nicht vom Fleck. Warum ist das so anstrengend? Alle fahren ganz lässig, nur, ich komm nicht hinterher. Dann auch noch die Aussage, der Zug fährt in 10 Minuten, ansonsten wieder erst in einer Stunde. Ohoh. Also gut, vergiss die schmerzenden Oberschenkel, immer rein in die Pedale. Aber warum treten die andern eigentlich grad nicht und du schon und bist trotzdem langsamer??
Naja, schlussendlich haben wir den Zug grade noch gekriegt, da wir den Zugführer gaanz lieb gefragt haben, ob er warten kann. Als er gemerkt hat wie lange (Ticket holen kann echt lang dauern), wurde er zwar fast weiß vor Zorn, war uns aber egal. Wir haben ihn noch gekriegt. Achja, zu Hause wurde dann die Lösung gefunden, warum ich so lahm war. Natürlich (aber das war schon fast klar, oder?) war in beiden Reifen vieeel zu wenig Luft drin. Dazu kommt, dass die Bremsen mein Hinterrad konstant ein wenig bremsten. Na super. Dafür hat man nun ein neues Rad.
Aber egal, schön wars trotzdem, ich war mal wieder am Bodensee und der Muskelkater ließ sich Dank Franzbranntwein verhindern.

Sonntag, 6. Mai 2007

Feiern auf Bulgarisch

Samstag Abend. Es geht nach München zu einer dieser legendären bulgarischen Parties. Schließlich ist meine ehemalige Mitbewohnerin Bulgarin und schwärmt mir davon vor. Und irgendwann muss ich mir das ja mal angucken. Denn wenn ich eines gelernt hab im Wohnheim Göggingen, dann das: Bulgaren können feiern. Und zwar richtig. Gesagt, getan, ich komm mit. Der Beginn war – wie nicht anders zu erwarten – leicht chaotisch. Also die Party ist irgendwo in München in zwei Hallen. Und wir treffen uns um 10 irgendwo in Augsburg. Alles klar?! Klar! Durch glückliche Fügung fanden sich dann doch alle vier Münchengänger in der selben Wohnung ein und so konnte es mit einer kleiner Verspätung von circa einer Stunde auch schon losgehen. In München angekommen stellen wir fest, dass nicht nur wir nicht so genau wissen, wohin wir eigentlich sollen, sondern auch unser Fahrer. Aber das merken wir erst, als wir aus München draußen sind. Alles kein Problem, umdrehen – der Fahrer war ja schon ein paar mal auf der ominösen Party und fährt immer falsch, also alles im Lot. Nach zweimaligen Anhalten an einer Tankstelle um nach dem Weg zu fragen kommen wir dann endlich im strömenden Regen an. Nachdem wir von der einen Party zur anderen geschickt wurden (ein mehr oder weniger freundlicher Bodyguard brummelte: „Bulgarische Party ist da drüben!“) sind wir gegen halb 1 endlich in der richtigen Halle angekommen. Die Party kann beginnen...
Drinnen suchen wir erst noch ein paar andere, mit denen wir verabredet sind, schmeißen unsere Jacken in die Ecke und suchen uns einen Platz. Und keine zwei Sekunden später stehen zwei Flaschen Vodka auf dem Tisch – zwei Mädels haben heute Namenstag, und da gibt’s auf der bulgarischen Party jeweils eine Flasche gratis. Ja und nun. Die Party. Wie soll ich es beschreiben? Tanzen bis zum Abwinken, bulgarische Mucke, Vodka – und jede Menge Spaß. Und immer wieder erklingt bulgarische Volksmusik, woraufhin – ganz im Gegensatz zu Deutschland – alle die Tanzfläche erstürmen, sich an den Händen halten und durch den Raum tanzen. In Bulgarien werden die Volkstänze wohl auch noch in der Schule gelernt, da müssen im Sportunterricht alle ran. Im Morgengrauen dann tun unsere Füße weh, ich kann keine bulgarische Musik mehr hören...wir fahren heim (ok, ganz so schnell ging es bei uns natürlich wieder nicht, auch hier wieder: vom Entschluss zu fahren bis zur eigentlich Abfahrt verging auch hier wieder eine Stunde). Im Auto fällt mir dann ein: Ich hatte ja nicht nur eine gute Idee (nämlich zur bulgarischen Party zu gehen), sondern gleich zwei: Um 12 Uhr ist Badminton angesagt. Und das bei 3,5 Stunden Schlaf. Das wird ein Spaß.

Doch dann kommt es (glücklicherweise) doch anders. 12 Uhr am Treffpunkt angekommen: Weit und breit niemand zu sehen. Mhh. Dabei bin ich auch schon ein paar Minuten zu spät. Egal, warten. Niemand kommt. Mist. Hab ich mich doch glatt umsonst aus dem Bett gequält.. aber egal, wach bin ich jetzt, nutz ich halt noch den verkaufsoffenen Sonntag!

Sonntag, 29. April 2007

Die Badesaison ist eröffnet!

Ja, ich war drin! Am Freitag habe ich meine persönliche Badesaison eröffnet. 18,5 Grad hatte das Wasser laut Bademeister. Für die Ortskundigen: Natürlich war ich im „Steege“ – schließlich habe ich ja wieder eine Jahreskarte. Und als Schwabe muss die Karte ausgenutzt werden, sonst hat es sich ja gar net gelohnt. Jedenfalls gab es im Steegersee gleich mal den ersten Schock: im See sind nicht mehr die schönen alten Holzfloße, sondern hässliche knallblaue Plastikdinger. Scheußlich. Vor allem, weil der Steegersee ein Moorbad ist – also, um mal ganz ehrlich zu sein, eine braun-grüne Farbe hat. Drumherum Bäume, Bäume, Bäume – also eigentlich recht idyllisch. Und dann blaue Plastikfloße. Unglaublich. Seit ich denken kann waren die alten Floße drin. Gut, Aulendorf hat kein Geld. Als meist verschuldetste Stadt kann man sich halt nicht viel leisten. Aber so lang die alten Floße noch nicht völlig vergammelt sind, hätten sie ja drin bleiben können, oder??
Vor dem Eintauchen ins Wasser werden natürlich erst mal die wichtigsten Fakten mit Anwesenden geklärt: Wie warm ists? Seit wann badet ihr? Und, das wichtigste: Ist der Steege sauber? Angeblich ja. Na, dann kann ja nichts mehr schiefgehn, ab ins Wasser. Im Wasser stell ich jedoch fest, dass diese Aussage etwas zu optimistisch war. Ich schwimme durch, wie man bei uns sagt, „Dreckklumpa“ – ein Ausweichen ist fast nicht möglich. Aber man darf halt nicht so genau hingucken, wirklich klares Wasser hatte man im Steegersee ja schließlich noch nie. Dafür gewöhnt man sich langsam an die Temperatur...außerdem wars noch herrlich ruhig, fast niemand da. Und den Dreck kann man sich schließlich auch unter der (kalten!) Dusche abwaschen..

Donnerstag, 12. April 2007

Bella Italia

Italien ist gefährlich – zumindest für Frauen. Schöne Männer, tolle Schuhe, geniales Essen. Bei den Männern konnte ich noch nein sagen. Bei allem anderen nicht. Aber mal ganz ehrlich. Wer kann bei diesen wunderschönen, niedlichen, tollen Schuhen schon nein sagen?? Ich jedenfalls nicht. Dazu bin ich doch zu sehr Frau. Stolze Bilanz nach dem Urlaub: 4 Paar Schuhe mehr, 2 Hosen, 1 Tasche. Nee, ich hatte nicht 500 Euro dabei. Und mein Konto ist auch noch nicht leer geräumt. Italien ist schließlich auch ein tolles Land, man kann noch Handeln. Und im Handeln bin ich gut – vor allem zusammen mit meiner Schwester. Was man da alles sparen kann. Und deshalb hab ich für die vier Paar Schuhe gerade mal 85 Euro bezahlt. Guter Deal finde ich persönlich. Und als Frau kann man schließlich nicht genug Schuhe besitzen. Oder??

Urlaubs-Zeit = Schöne Zeit

Es geht nach Italien! 5 Nächte im Camping-Mobil, heißt eine Mini-Wohnung, vollmöbliert. Mit dem Auto vollbepackt ab zum Camping an Gardasee. Der Camping Platz ist eine Enttäuschung, riesig, voller Familien, nervig. Aber wir zahlen ja nur 2 Euro pro Nacht im Camping Mobil. Also durchaus tragbar. Da erträgt man dann die Massen um einen herum. Zumal wir zum Glück relativ a Rande der riesigen Camping-Stadt waren. Es gibt ja nichts spießigeres wie Dauer-Camper! Ich mein, wozu braucht man an einem Zelt bitte Gardinen?? Und wir reden hier von richtig spießigen Gardinen mit Rüschen. Brr!! Auf dem Camping Platz wurde sogar gedreht – natürlich für die Dokusoap „Camper“. Ich hab extra meine billig-Quick-Schuh-Assi Schlappen mitgenommen, hab mich wohl gefühlt. Jedenfalls waren es sehr entspannte Ferien, morgens lang schlafen, wandern, Shoppen, Spazieren...und abends wurde gekocht. Eingeläutet wurde der Abend ja erst einmal mit einem kleinen Aperitivo, der während des Kochens getrunken wurde. Zum Essen (Pasta! Immer Pasta!!) gabs guten italienischen Wein. Ja, so lässt es sich leben!

Donnerstag, 15. März 2007

Ist es Dieda? Oder Dieda?

Ich wusste ja gar nicht, wie schwierig es wirklich ist, die passende Brille zu finden. Dachte, man spaziert rein, schaut sich ne Weile um und dann findet man sie. Denkste. Gestern war Brillen-Suchen-Teil 2 angesagt - natürlich mit meiner bewährten Einkaufsberatung. Wieder tingelten wir von Optiker zu Optiker. Naja, um ehrlich zu sein waren es nur zwei. Aber die haben mich geschafft. Vollständig. Schlimmer als jede Schopping-Tour. Die eine Brille ist zu groß. Die andere zu rot. Die andere zu schwarz. Zu rund. Zu eckig. Wenn sie der Verkäufer gut fand, sagt Einkaufsberater nö. Oder anderesrum. Oder ich find sie furchtbar. Warum kann es nicht einfach sein wie bei Harry Potter: Du gehst in den Laden voller Zauberstäbe (oder Brillen) und sobald du den richtigen gefunden hast gibt er ein Zeichen. Oder wie war das??
Ja, man könnte ja jetzt sagen: Es ist keine Anschaffung fürs Leben. Stimmt auch in der Regel. Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich nicht mehr weiß, wann ich das letzte Modell gekauft habe. Soweit ich mich erinnere ist das bestimmt schon zehn Jahre her. Also doch eine Anschaffung, die gut überlegt sein muss. Also ein zeitloses Modell, welches ich mit 33 noch tragen will.
Und hat man dann mal ein Gestell, dann hat man ja noch lang nicht seine Brille. Jetzt gehts mit der Schwierigkeiten erst richtig los: Kunststoff oder Glas? Wieviel dünner geschliffen? Entspiegelt? Und wieviel? Klar ist auch, dass es bei meiner Stärke (stolze 8,75 und 6,5 mit Zylinder) KEINE Angebote gibt. Und klar ist auch, dass nicht jedes Gestell wirklich dafür geeignet ist (oder die Gläserpreise steigen ins schier Unendliche). Jedenfalls schwirrten mir nach dem ersten Optiker schon dermaßen die Ohren, dass ich zuerst eine Kaffeepause brauchte. Trotzdem war ich einigermaßen erfolgreich, so langsam weiß ich was ich will. Wenn mir am Samstag die Brille immer noch zusagt, ist sie MEINS!
(An dieser Stelle noch mal ein großes Dankeschön an meine Einkaufsberatung für die unendliche Geduld. Während ich schon keine Brillen mehr sehen konnte und langsam aber sicher eine Brillenphobie entwickelte, brachte sie mir noch fleissig Gestelle..)

Freitag, 9. März 2007

Die Guten Alten Zeiten

Es gibt doch nix besseres, als Mix essen...Die Idee kam mir beim Badminton spielen am Dienstag. Als ich völlig erschöpft und hungrig auf dem Platz rumdüste (dank noch mal Badminton spielen am Mittwoch hab ich jetzt im rechten Arm Muskelkater).
Gestern wurde der Plan dann in die Tat umgesetzt. Spätzle, Pommes und Soße. Lecker. Nur das Ketchup hat gefehlt. War nicht schlimm. Das ganze (ein Traum von einem Essen) für läppische 3 Euro. Zugegebenermaßen, an das Mix vom Stadion früher kams net ganz ran...aber zum Ausgleich gabs zum Nachtisch einen Cappuccino..!!
Also, wer mich mal zum Essen einladen will, kann billig davon kommen. Drei Euro für Mix und ich bin glücklich :D

Montag, 5. März 2007

Das erste Mal

So. Das erste Mal. Für mich. Am Samstag. Auf dem Rathausplatz. Ja, das erste Mal hab ich auf Augsburgs Straßen Sekt getrunken. Ich mein, in Aulendorf ist man das ja gewöhnt. Fasnet und so. Aber Augsburg! Augsburg hat mich noch nie mit der Flasche in der Hand gesehn. Aber wenn die Betty Geburtstag hat, darf man das ja! Richtig schön mit der Pulle und Plastikbechern! Dazu gabs noch die Mondfinsternis. Und zahlreiche Diskussionen, ob denn der Mond nun grad rot ist oder schwarz (diese Frage konnte nicht geklärt werden). Und ob man eigentlich auf dem Rathausplatz Sekt trinken darf (Polizei fuhr da grad vorbei). Danke an Betty für den Sekt, den Abend und die Idee!
Fazit des Abends: Schön war`s!

Spazieren mit "Action Komponente"

Das Projekt Brille schreitet weiter voran! Heute ist schon der zweite Tag mit Brille. Nervig. Weiß nicht, wie oft sie mir schon von der Nase gefallen ist. Heute hab ich sie deshalb mit einer Haarklammer befestigt. Das ist besser! ;)
Gestern war ich irgendwann so genervt von der Brille, dass ich ohne spazieren bin. Als "Blindenhund" hatte ich ja Julia. Sehr spaßige Sache muss ich sagen. Wie anders die Stadt auf einmal aussieht. Lauter unförmige, sich bewegende Gestalten, von denen du nicht weißt, ob sie männlich oder weiblich sind, Schranken die auf einmal auftauchen und in die man fast rennt...da wird das Spazieren fast zum Abenteuer! Nur ein Radler hätt mich fast umgenommen. War ja auch fies. Der kam aus dem Dunkeln wie der Blitz. Auf einmal war er da! Aber ansonsten bin ich recht stolz auf mich: Ich wurde von keinem Auto überfahren, bin in niemanden reingerannt und keine Stufen runtergefallen! :)