Nachdem ich zwei Tage gearbeitet habe, dachte ich mir, wäre ein kurzer Urlaub durchaus angebracht. Gesagt, getan. Am Samstag ging's mit Steffen und seiner "Anne" nach Salzburg. Unser Hotel fanden wir - und das ist für uns wirklich außergewöhnlich - auf Anhieb. Zunächst bewunderten wir die tolle Aussicht aus unserem Zimmer (Salzburgs größter Sex-Shop), dann gings ab in die Stadt. Im Mirabellengarten packten wir dann unser Picknick aus, um uns zu stärken. Schloss Mirabell hieß übrigens früher Altenau. Wolf Dietrich, Fürsterzbischof von Salzburg von 1587 bis 1612, ließ es für seine Geliebte Salome Alt bauen. Mit ihr hatte er sage und schreibe 15 Kinder. Dass das Schloss den Namen der Geliebten trug, war wohl irgendwann nicht mehr ganz angesagt - deshalb wurde es in Schloss Mirabell umbenannt. Wolf Dietrich ließ im Übrigen nicht nur das Schloss bauen, sondern baute an fast jedem berühmten Gebäude in Salzburg. Muss ein schönes Leben geführt haben...
Nach der Stärkung spazierten wir ein wenig umher, um uns zu orientieren - und wir stießen auf den Kapuzinerberg. Dort gelang es uns, den kompliziertesten, langwierigsten und anstrengensten Weg zum Franziski-Schlössl ausfindig zu machen. Das war wirklich eine Leistung. Hinweg: 1,5 Stunden, Rückweg 15 Minuten. Dafür entdeckten wir das Salzburger Äquivalent zur Fuggerei: In den Wachtürmen der Stadtmauer hatten sich einige häuslich eingerichtet: Mit Kochstelle vor dem Haus, Wäscheleine, Matrazen als Tür...
Aber schließlich erreichten wir ja (völlig erschöpft) das Franziski-Schlössl, das sich erfreulicherweise als Wirtschaft herausstellte. Das Radler hatten wir uns auch verdient!!
Nach einem gemütlichen Abendessen und Kneipenbesuch endete der erste Tag in Salzburg.
Am Sonntag war das Wetter nicht mehr freundlich zu uns. Deshalb waren wir faul und beschlossen, zur Festung Hohensalzburg nicht wie geplant zu wandern, sondern gemütlich zu fahren. Aufgrund der Kälte statteten wir dann auch jedem Museum auf der Burg einen Besuch ab (schließlich gab es ja auch nur einen Einheitspreis - und als alter Schwabe muss man dann ja alles sehn, für das man bezahlt hat). War wirklich sehr interessant, v.a. die Aussicht war überragend. Nach der Besichtigung stand dann der Besuch des Tomaselli-Cafés an: Riesige Torten zu teueren Preisen. Aber durchaus lohnend. Und dann hatte ich endlich meinen Triumph. Ich war ja der festen Überzeugung, die "echten" Mozartkugeln sind NICHT rot, sondern silber und blau. Dass mir kein Schwein glaubte war ja klar. Bis wir dann endlich ein Schild entdeckten, dass mir Recht gab. Alle Interessierte können die Geschichte der Mozartkugel übrigens auch bei Wikipedia nachlesen.
Fazit: Salzburg ist schön, Wochenende war toll!
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Sonntag, 25. November 2007
Montag, 11. Juni 2007
Im Festival-Fieber
Am Freitag war Zeit für einen Mini-Urlaub. Nach meinem Seminar gings sofort zum Bahnhof und ab ins schöne (*Ironie*) Mannheim. Dort fand das Festival des Deutschen Films statt. Das ist die "kleine Schwester" des Internationalen Filmfestivals Mannheim-Heidelberg, das ich im Winter als Praktikant erleben durfte. Und die Sehnsucht nach Festival-Atmosphäre, tollen vielen und interessanten Menschen trieb mich wieder hin.
Angekommen in Mannheim wurde ich dann auch gleich von einem netten Fahrer abgeholt - leider nicht mit der Limo, wie geplant. Dafür konnte ich gleich Oliver Riehs die Hand drücken und mit im plaudern, da wir zusammen zum Festival fuhren. Das Sommerfestival findet nämlich (da von der BASF unterstützt) in Ludwigshafen statt, auf der Rheininsel. Dort war gerade noch der Filmtalk mit Special Guest Katja Riemann im Gange - und durch meinen Bonus als Ex-Prakti wurde ich selbstverständlich noch eingeschleust und konnte einen Sitzplatz in der ersten Reihe ergattern. Der Talk zu ihrem Film war sehr interessant und amüsant, auch wenn ich den Film selbst leider nicht gesehen hab. Danach lief ich erst mal ein wenig orientierungslos auf dem Festivalgelände umher - irgendwie seltsam, so unvorbereitet da zu sein.
Aber nachdem ich die ersten bekannten Gesichter entdeckte, ja, da war es fast so was wie Heim kommen! Ja, das Festival lässt einen nicht los: Fast die gesamte Ex-Praktikanten-Liga war anwesend, und schon nach kurzer Zeit war ich auch mit den neuen Praktis bekannt. Und zwei Minuten quasseln - als wär kein halbes Jahr vergangen. Da verging die Zeit wie im Fluge, und schon war es Zeit für den Empfang für Katja Riemann, die den Preis für Schauspielkunst im Empfang nahm. Weitere Gäste waren Robert Stadlober, Christian Petzold...und viele mehr. Und natürlich gab es lecker Essen und Trinken umsonst. Insgesamt ein toller Abend, der ihm Übrigen als Besucher äußerst entspannend verläuft - wenn auch ein wenig seltsam, wenn einem nicht ständig die Füße weh tun, man Hunger hat und mit der Müdigkeit kämpfen muss (Hinweis: Es war ein tolles Praktikum, nicht, dass hier ein falscher Eindruck entsteht ;) ).
Filme hab ich leider nicht so viele gesehen, ich wollte schließlich mit allen reden. Einen hab ich mir jedoch noch am Samstag angesehen: Eden mit Charlotte Roche. Ein Film über die Besessenheit des Kochens. Laut MK (Festivaldirektor) einer der schönsten Filme, die er in den letzten Jahren gesehen hat. Ein wirklich absurder, bizarrer und amüsanter Film, der eine neue Sicht auf das Essen und speziell das Kochen vermittelt. Aber Vorsicht: Nicht mit hungrigem Magen anschauen!
Fazit: Ludwigshafen IST noch hässlicher als Mannheim, glücklicherweise sieht man beim Festival davon nichts. Auch als bloßer "Besucher" macht Festival außerordentlich Spaß. Danke an meine Lieblingschefin Marija, dass sie mich aufgenommen und verpflegt hat. Und auf ein Wiedersehen im Winter!
Angekommen in Mannheim wurde ich dann auch gleich von einem netten Fahrer abgeholt - leider nicht mit der Limo, wie geplant. Dafür konnte ich gleich Oliver Riehs die Hand drücken und mit im plaudern, da wir zusammen zum Festival fuhren. Das Sommerfestival findet nämlich (da von der BASF unterstützt) in Ludwigshafen statt, auf der Rheininsel. Dort war gerade noch der Filmtalk mit Special Guest Katja Riemann im Gange - und durch meinen Bonus als Ex-Prakti wurde ich selbstverständlich noch eingeschleust und konnte einen Sitzplatz in der ersten Reihe ergattern. Der Talk zu ihrem Film war sehr interessant und amüsant, auch wenn ich den Film selbst leider nicht gesehen hab. Danach lief ich erst mal ein wenig orientierungslos auf dem Festivalgelände umher - irgendwie seltsam, so unvorbereitet da zu sein.
Aber nachdem ich die ersten bekannten Gesichter entdeckte, ja, da war es fast so was wie Heim kommen! Ja, das Festival lässt einen nicht los: Fast die gesamte Ex-Praktikanten-Liga war anwesend, und schon nach kurzer Zeit war ich auch mit den neuen Praktis bekannt. Und zwei Minuten quasseln - als wär kein halbes Jahr vergangen. Da verging die Zeit wie im Fluge, und schon war es Zeit für den Empfang für Katja Riemann, die den Preis für Schauspielkunst im Empfang nahm. Weitere Gäste waren Robert Stadlober, Christian Petzold...und viele mehr. Und natürlich gab es lecker Essen und Trinken umsonst. Insgesamt ein toller Abend, der ihm Übrigen als Besucher äußerst entspannend verläuft - wenn auch ein wenig seltsam, wenn einem nicht ständig die Füße weh tun, man Hunger hat und mit der Müdigkeit kämpfen muss (Hinweis: Es war ein tolles Praktikum, nicht, dass hier ein falscher Eindruck entsteht ;) ).
Filme hab ich leider nicht so viele gesehen, ich wollte schließlich mit allen reden. Einen hab ich mir jedoch noch am Samstag angesehen: Eden mit Charlotte Roche. Ein Film über die Besessenheit des Kochens. Laut MK (Festivaldirektor) einer der schönsten Filme, die er in den letzten Jahren gesehen hat. Ein wirklich absurder, bizarrer und amüsanter Film, der eine neue Sicht auf das Essen und speziell das Kochen vermittelt. Aber Vorsicht: Nicht mit hungrigem Magen anschauen!
Fazit: Ludwigshafen IST noch hässlicher als Mannheim, glücklicherweise sieht man beim Festival davon nichts. Auch als bloßer "Besucher" macht Festival außerordentlich Spaß. Danke an meine Lieblingschefin Marija, dass sie mich aufgenommen und verpflegt hat. Und auf ein Wiedersehen im Winter!
Donnerstag, 12. April 2007
Bella Italia
Italien ist gefährlich – zumindest für Frauen. Schöne Männer, tolle Schuhe, geniales Essen. Bei den Männern konnte ich noch nein sagen. Bei allem anderen nicht. Aber mal ganz ehrlich. Wer kann bei diesen wunderschönen, niedlichen, tollen Schuhen schon nein sagen?? Ich jedenfalls nicht. Dazu bin ich doch zu sehr Frau. Stolze Bilanz nach dem Urlaub: 4 Paar Schuhe mehr, 2 Hosen, 1 Tasche. Nee, ich hatte nicht 500 Euro dabei. Und mein Konto ist auch noch nicht leer geräumt. Italien ist schließlich auch ein tolles Land, man kann noch Handeln. Und im Handeln bin ich gut – vor allem zusammen mit meiner Schwester. Was man da alles sparen kann. Und deshalb hab ich für die vier Paar Schuhe gerade mal 85 Euro bezahlt. Guter Deal finde ich persönlich. Und als Frau kann man schließlich nicht genug Schuhe besitzen. Oder??
Urlaubs-Zeit = Schöne Zeit
Es geht nach Italien! 5 Nächte im Camping-Mobil, heißt eine Mini-Wohnung, vollmöbliert. Mit dem Auto vollbepackt ab zum Camping an Gardasee. Der Camping Platz ist eine Enttäuschung, riesig, voller Familien, nervig. Aber wir zahlen ja nur 2 Euro pro Nacht im Camping Mobil. Also durchaus tragbar. Da erträgt man dann die Massen um einen herum. Zumal wir zum Glück relativ a Rande der riesigen Camping-Stadt waren. Es gibt ja nichts spießigeres wie Dauer-Camper! Ich mein, wozu braucht man an einem Zelt bitte Gardinen?? Und wir reden hier von richtig spießigen Gardinen mit Rüschen. Brr!! Auf dem Camping Platz wurde sogar gedreht – natürlich für die Dokusoap „Camper“. Ich hab extra meine billig-Quick-Schuh-Assi Schlappen mitgenommen, hab mich wohl gefühlt. Jedenfalls waren es sehr entspannte Ferien, morgens lang schlafen, wandern, Shoppen, Spazieren...und abends wurde gekocht. Eingeläutet wurde der Abend ja erst einmal mit einem kleinen Aperitivo, der während des Kochens getrunken wurde. Zum Essen (Pasta! Immer Pasta!!) gabs guten italienischen Wein. Ja, so lässt es sich leben!
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