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Sonntag, 8. Juni 2008

Das Wort zum Sonntag

Es ist wieder Fußball-Zeit. Für die Männer die schönste Zeit des Jahres, für manche Frau die einsamste. So auch ich. Um Fußball zu entkommen, schickt man den Mann lieber weg.
Aber etwas gutes hat Fußball ja doch: Die Menschen werden kommunikativer. So wurden mir bereits Karten fürs Spiel angeboten. Die Straßen und Lokale sind belebter, Deutschland truat sich seit der WM auch wieder Fahne zu zeigen und überhaupt liegt eine positive Stimmung in der Luft.

Nervig ist nur das ständige Gehupe.

Freitag, 22. Juni 2007

Eine Ära geht zu Ende

Nein, ich habe meine Masterarbeit noch nicht abgegeben.
Aber mit Tränen in den Augen habe ich heute die letzte Sendung Ehrensenf mit Katrin gesehen.
Und seit ich Masterarbeit schreibe, habe ich ja einen gewissen Rhythmus: Morgens um 6.45 Uhr klingelt der Wecker, dann torkel ich in die Küche, um Kaffee zu machen. Dann gibts Frühstück - und gegen 7.10 gehts mit dem Kaffee ins Zimmer. Wo dann natürlich sofort der Rechner angeschaltet wird und Ehrensenf gestartet wird. Und dann heißt es: Wach werden mit Katrin und Kaffee.
Ich schätze es wird Zeit, meine Masterarbeit zu beenden...

Sonntag, 3. Juni 2007

Über den Wolken...

...war ich nicht ganz. Aber immerhin 8 Meter über dem Boden. Auf dünnen Drahtseilen, bei fast Regen und Sturm.
Am Freitag war Hochseilgarten angesagt. Wenn so was schon beim Hochschulsport angeboten wird, muss man das doch schließlich mal ausprobieren. Ich musste ja mal herausfinden, ob ich nun Höhenangst hab oder nicht.
Jedenfalls bekamen wir erst mal unsere Ausrüstung. Und da begann schon die erste Schwierigkeit: Das Anziehen. Vorher noch mal aufs Klo gehn war natürlich Pflicht. Nach einigen Verwicklungen mit dem Gurt und zurechtziehen war die Truppe dann auch bald soweit. Jetzt mussten wir nur noch Knoten üben und Gruppen bilden - und ab gings Richtung Hochseilgarten.
Beim Aufstieg hab ich mich dann auch gleich mal ins Seil geschmissen. Auf Ansage versteht sich. Ich wollt schließlich sichergehn, dass meine Mädels mich auch wirklich halten können. Man kann sich ja mal überzeugen. Oben hab ich mir dann gleich mal zwei der schwierigsten Elemente rausgesucht, die ich klettern wollte.
Das eine hab ich noch hingekriegt. Mit Müh und Not. Manchmal auf dem Hintern, kriechend, teilweise konnt ich mich nur noch mit den Händen halten, aber irgendwie ging es. Wie bitte soll man sich auf drei Seilen die sich überkreuzen fortbewegen?? Auch wenn die Arme irgendwann schmerzten (ich bin da ein Schwächling!!), ich hab mich fast totgelacht! Etwas mulmig war mir zumute, als ich plötzlich zwischen den zwei Seilen lag und ich geradeaus blickte und nur den Boden unter mir sah. Kopfüber fallen wollt ich dann doch nicht. Zum Glück gab es keine Kamera, die meine peinlichen Versuche aufgenommen hat.
Nachdem ich diese Hürde überwunden hatte kam das nächste Element. Das war leider (meine Arme taten immer noch weh) über meinem Niveau: Von der Plattform auf eine Schaukel, von der Schaukel zu einer Strickleiter, von da... bin ich nicht mehr weitergekommen. (Zu meiner Verteidigung, hier haben eigentlich alle aufgegeben)
Aber es war durchaus eine spannende Erfahrung, die den Muskelkater rechtfertigt :)
Vor allem toll, sich ins Seil zu schmeißen...die da unten werden mich schon festhalten und sicher auf den Boden bringen :D
Mein Fazit: Hochseilgarten ist zwar ne wacklige Angelegenheit, aber eine lustige Erfahrung, die gute Laune macht! Auch bei Wind!

Sonntag, 20. Mai 2007

Die spinnen doch alle...

Nachdem ich festgestellt habe, dass meine Bahnkarte verschollen ist, stieg ich sowieso schon mit einem leicht mulmigen Gefühl in den Zug. Hoffentlich werde ich nicht kontrolliert. Wurde ich auch nicht. Trotzdem war es ziemlich stressig. Von Ulm bis Augsburg saß nämlich nicht nur der halbe Nachwuchs des FCA im Zug (die noch relativ leise waren), sondern auch eine riesige Gruppe von vfb Fans. Die sich nicht nur ordentlich wegdröhnten, sondern auch ordentlich Krach machten. Gut, dass es mp3-Player gibt. Und gut, dass ich weiter hinten saß. Am Bahnhof ließ sich der Zusammenstoß zwischen mir und den Fußball-Fans dann doch nicht mehr vermeiden, selbst mein mp3-Player hatte nicht die Power, die Lautstärke der Fans zu übertönen. Beim Aussteigen hatte ich nicht nur das Gefühl, taub zu werden, nein, mir wurde fast schon schummerig von der Alkoholfahne, die mir entgegenschlug. Kann man davon schon besoffen werden?? Um ein weiteres Treffen (und einen Vollrausch von mir) zu verhindern, bin ich deshalb zu Fuß zum Kö. Bei mir bleibt nur immer die Frage: Wieso kann man sich so freuen, wenn ein anderer eine tolle Leistung vollbringt?? Also, wenn ich selber spiele, selber gewinne: Super Sache, kann ich feiern, darüber kann ich mich freuen. Aber irgendwelche anderen Leute, die ich jetzt zufällig als „meine Mannschaft“ ansehe?? Deshalb besoffen durch die Gegend düsen, gröhlen ohne Ende?? Warum werden davon so viele Leute gepackt? Echte Begeisterung? Echtes Feiern? Oder doch eher bloß ein Grund zu saufen?? Mir bleibt es fremd...

Einschub

Ich sollte nicht putzen. Ich eigne mich wohl wirklich nicht dafür. Nachdem nun endlich so langsam meine Narbe am Auge verschwindet, habe ich jetzt schon wieder eine neue Wunde. Wenn auch dieses Mal weniger spektakulär: Der Wischer war ein kaputt, das Wissen darum half mir aber auch nicht weiter, bei mir muss ja alles zackzack gehen. Und da hab ich mir ein wenig in die Fingerkuppe geschnitten. Nicht weiter schlimm, allerdings nervig (grad beim tippen...). Ich glaub ich brauch ne Putzfrau...

Sonntag, 6. Mai 2007

Feiern auf Bulgarisch

Samstag Abend. Es geht nach München zu einer dieser legendären bulgarischen Parties. Schließlich ist meine ehemalige Mitbewohnerin Bulgarin und schwärmt mir davon vor. Und irgendwann muss ich mir das ja mal angucken. Denn wenn ich eines gelernt hab im Wohnheim Göggingen, dann das: Bulgaren können feiern. Und zwar richtig. Gesagt, getan, ich komm mit. Der Beginn war – wie nicht anders zu erwarten – leicht chaotisch. Also die Party ist irgendwo in München in zwei Hallen. Und wir treffen uns um 10 irgendwo in Augsburg. Alles klar?! Klar! Durch glückliche Fügung fanden sich dann doch alle vier Münchengänger in der selben Wohnung ein und so konnte es mit einer kleiner Verspätung von circa einer Stunde auch schon losgehen. In München angekommen stellen wir fest, dass nicht nur wir nicht so genau wissen, wohin wir eigentlich sollen, sondern auch unser Fahrer. Aber das merken wir erst, als wir aus München draußen sind. Alles kein Problem, umdrehen – der Fahrer war ja schon ein paar mal auf der ominösen Party und fährt immer falsch, also alles im Lot. Nach zweimaligen Anhalten an einer Tankstelle um nach dem Weg zu fragen kommen wir dann endlich im strömenden Regen an. Nachdem wir von der einen Party zur anderen geschickt wurden (ein mehr oder weniger freundlicher Bodyguard brummelte: „Bulgarische Party ist da drüben!“) sind wir gegen halb 1 endlich in der richtigen Halle angekommen. Die Party kann beginnen...
Drinnen suchen wir erst noch ein paar andere, mit denen wir verabredet sind, schmeißen unsere Jacken in die Ecke und suchen uns einen Platz. Und keine zwei Sekunden später stehen zwei Flaschen Vodka auf dem Tisch – zwei Mädels haben heute Namenstag, und da gibt’s auf der bulgarischen Party jeweils eine Flasche gratis. Ja und nun. Die Party. Wie soll ich es beschreiben? Tanzen bis zum Abwinken, bulgarische Mucke, Vodka – und jede Menge Spaß. Und immer wieder erklingt bulgarische Volksmusik, woraufhin – ganz im Gegensatz zu Deutschland – alle die Tanzfläche erstürmen, sich an den Händen halten und durch den Raum tanzen. In Bulgarien werden die Volkstänze wohl auch noch in der Schule gelernt, da müssen im Sportunterricht alle ran. Im Morgengrauen dann tun unsere Füße weh, ich kann keine bulgarische Musik mehr hören...wir fahren heim (ok, ganz so schnell ging es bei uns natürlich wieder nicht, auch hier wieder: vom Entschluss zu fahren bis zur eigentlich Abfahrt verging auch hier wieder eine Stunde). Im Auto fällt mir dann ein: Ich hatte ja nicht nur eine gute Idee (nämlich zur bulgarischen Party zu gehen), sondern gleich zwei: Um 12 Uhr ist Badminton angesagt. Und das bei 3,5 Stunden Schlaf. Das wird ein Spaß.

Doch dann kommt es (glücklicherweise) doch anders. 12 Uhr am Treffpunkt angekommen: Weit und breit niemand zu sehen. Mhh. Dabei bin ich auch schon ein paar Minuten zu spät. Egal, warten. Niemand kommt. Mist. Hab ich mich doch glatt umsonst aus dem Bett gequält.. aber egal, wach bin ich jetzt, nutz ich halt noch den verkaufsoffenen Sonntag!

Sonntag, 22. April 2007

Die Vorhölle ist abgeschafft!

Mein durch die Masterarbeit gewecktes Interesse an der Hölle hat mich gestern aufblicken lassen, als auf Spiegel zu lesen war: Der Vatikan hat die Vorhölle abgeschafft. Was ist denn nur die Vorhölle? Hier die Erklärung, die ich nicht vorenthalten will:
Bisher war die katholische Überzeugung diejenige, dass Kinder, die vor der Taufe sterben, in die Vorhölle kommen - oder auch Limbus genannt. Aufgrund der Erbsündenlehre konnten sie nach bisherigem Glauben nicht in direkt erlöst werden und in den Himmel kommen. Bei dem Limbus handelt es sich um einen Teil der Hölle - allerdings nicht mit Fegefeuer und Leid, sondern ein Ort, an dem "Gott nicht geschaut" wird. Also kein Ort der Qual, wohlgemert. Der "limbus infantium vel puerorum" ist nur für Kinder, wie der Name schon sagt. Im Übrigen gibt es auch noch eine andere Vorhölle. Beziehungsweise gab es. Den "limbus patrum". Dorthin gelangten diejenigen, die vor Christus lebten dorthin - schließlich stand der Himmel bis zur Auferstehung den Menschen nicht offen. Und natürlich wurden nur die Gerechten in den limbus patrum aufgenommen. Allerdings, soviel zur Beruhigung: Seit Christi "Abstieg in das Reich der Toten" sind sie nun bei Gott.
Und wenn es nach Papst Benedikt geht, müssen auch die Kinder nicht mehr in der Vorhölle verweilen. Der hatte schon vor der Wahl die Vorhölle als eine theologische Hypothese angesehen und empfohlen, den Glauben daran aufzugeben. Die Theologen des Vatikans haben sich jetzt dazu durchgerungen, dass die ungetauften Kinder direkt ins Paradies eingehen. Es heißt: "dass es theologische Grundlagen und ernst zu nehmende Liturgien gibt, die hoffen lassen, dass ungetaufte Säuglinge erlöst werden, wenn sie sterben." Wär ja auch irgendwie fies: Eine Erlösung aus der Vorhölle gibt es nämlich nicht, es ist ein Endzustand.
Ja, so kompliziert kann Glaube sein - jetzt können wir nur hoffen, dass unser Papst recht hat und Gott derselben Meinung ist!

Freitag, 20. April 2007

Triumph des Satans und der Dämonen

Bücher bilden. Deshalb weiß ich jetzt auch, dass wir in einer Zeit leben, in der Satan und sein Dämonenheer herrscht. Der Großteil der Menschen trinkt aus dem "Becher der Hure", trinkt "aus seinem [Satans] dargereichten Giftbecher, gefüllt mit Sex und Rauschgift." Und wir sind alle blind für die Dämonen. Sex ist nämlich das Ersatzangebot des Teufels - für die wahre Liebe.
Selbst die Gläubigen lassen sich mittlerweile vom Satan verführen.
Das kann man in einem Buch von 1972 (inzwischen 4. Auflage 2002) lesen. Eigentlich gar nicht mal so alt. So lustig es stellenweise ist (Satan wird als reale Person beschrieben, der zusammen mit seinen Dämonen einen wahren Eroberungskampf auf der Erde führt und alle Lebensgebiete überflutet) kommt man ein wenig ins Nachdenken. Schön, wenn es so einfach wäre. Der Mensch ist damit unschuldig, er kann zwar verführt werden, die Möglichkeit, dass er jedoch das Böse von sich aus hervorbringt, wird damit kategorisch ausgeschlossen. Dann müsste man auch nicht länger nach biologischen Ursachen für das Böse im Menschen suchen. Nein, da haben wir ein schönes, klares Weltbild im Stil von Mainstream-Filmen: Auf der einen Seite der gute Gott, auf der anderen Seite der böse Satan (Im Film wahlweise Aliens, ein dunkler Herrscher oder Zauberer). Der Mensch darf nun nur nicht auf die Versuchungen des Satans hereinfallen, also "wenn wir uns [nicht] der Sünde hingeben". Und zum Glück kämpfen ja auch noch die Engelheere auf unserer Seite. Kann uns doch eigentlich nichts mehr passieren, oder?

Montag, 2. April 2007

Baba Alice

Unglaublich aber wahr. Ich habe nun Internet (Wlan!!) und Telefon. Gleichzeitig! Es lebe der Fortschritt. Und es leben die Info-Götter. Während die einen gemütlich in meinen Geburtstag feierten (btw schön, dass ihr da wart und danke für die tollen Geschenke) saßen die Checker zusammen um mein Problem zu lösen. Und nach einem Glas Rotwein ist es soweit – es funktioniert. Und wie? Das will ich gar nicht so genau wissen, nur soviel: Mein Notebook ist jetzt der Router. Wenn der weg ist, haben meine Mitbewohner Pech gehabt. Yeah, I`m the router (gleichbedeutend mit Ich Chef!). Als nächste Notlösung krieg ich dann demnächst einen anderen Wlan-Router als Leihgabe zugeschickt, mit dem (hoffentlich) auch meine Miwos in den Genuss des World Wide Web kommen. Aber das erst nach Ostern.

Ja, Alice wurde bereits gekündigt (die Sprachqualität lässt sehr zu wünschen übrig und man ist halt einfach nicht immer zu erreichen. Muss man ja auch nicht sein, oder???). Ich krieche auf den Knien zurück zu Arcor. Wie schön man es hat, weiß man halt manchmal doch erst, wenn es nicht mehr so toll läuft. Arcor, verzeih mir meinen Seitensprung mit Alice...jetzt bleib ich dir treu!!

Sonntag, 1. April 2007

Trau niemals einer Blondine..

Freitag Morgen. Ein scheinbar normaler Tag beginnt. Und heute ist Alice Tag. Also gleich um 7 raus, schließlich muss wieder ein neues Gerät anschließen können – wir wollen ja jetzt voip telefonieren. Die Anleitung sieht ja gut aus. In vier Schritten zum Alice Anschluss. Klingt einfach. Bloß haben die die Geräte, die ich hier vor mir stehen hab nicht aufgeführt. Und die Anleitung ist nur für ein Telefon. Wir haben aber 2. Aber wozu hat man einen Informatiker als Mitbewohner. Auch zu zweit kommen wir nicht sicher zu einer Lösung und stöpseln einen Teil der Geräte einfach wild durcheinander, bis wir einigermaßen zufrieden sind mit dem Ergebnis (auch die lange Anleitung auf der Alice-CD hat uns nicht wirklich geholfen). Aber wird schon stimmen, jetzt heißts warten. Nix passiert. Nix geht. Die Deadline 4 Uhr geht vorbei. Bis zum Abend hatten sich dann mit mir 2 Frauen das Ganze angeguckt und vier Männer. Alice bleibt stumm. Toll, ich dachte, ich stöpsel das an, dann kommt eine Blondine reinspaziert und sagt: Willkommen bei Alice! Stattdessen kommen von meinen Helfern Antworten von: Die Anleitung ist ein scheiß. Keine Ahnung. Falsches Gerät.

Also halt kein Internet. Und kein Telefon. Wenigstens hab ich ständig Besuch. Und jeder scheint ganz begeistert zu sein von den verschiedenen Varianten, wie man die unterschiedlichen Geräte verbinden kann. Ich könnte ein Spiel draus machen. Mir täglich drei, vier Leute einladen, jeder darf mal ran. Und wenn was anderes leuchtet (oder gar was funktioniert!!) gibt’s nen Preis. Kurz gesagt: Tag eins mit Alice erfolglos.

Samstag beschließe ich, Alice anzurufen. 10 Minuten später hab ich dann auch schon einen Mitarbeiter am Handy (das ist zumindest besser als bei Arcor ;) ). Der mir dann mal mitteilt, dass dieser ominöse Pin, den mein Telefon verlangt hat, tatsächlich existiert. Warum hab ich den dann nicht? Danke Alice, dass ihr mir ihn nicht geschickt habt. Oder mich darauf hingewiesen habt, dass ein solcher existiert. Aber immerhin hab ich jetzt Telefon. Und da kommt auch schon der erste Anrufer: Mann Nr. 5, der mit meinem kleinen Problem konfrontiert wird. Dieses Mal allerdings nur telefonische Hilfe. Immerhin, eine Stunde später sind wir etwas weiter – bloß spinnt jetzt das Notebook. Immerhin weiß ich inzwischen, dass ich die CD nicht installieren muss (etwas, worauf die Kurzanweisung permanent hinweist).
Dank Mann Nr. 6, der dann auch wieder Hilfe vor Ort bot, bin ich inzwischen ganz fortschrittlich. Ich habe die Wahl: Entweder Internet – oder Telefon. Eigentlich hab ich mir das anders vorgestellt...

....to be continued.

Dienstag, 27. März 2007

Ein Schrein für meine Augen

Heut ist ein wunderschöner Tag...ich hab meine neuen Kontaktlinsen. Keine tränenden Augen mehr, glasklare Sicht - und mein Augenarzt ist hoch zufrieden! Da gibts doch nix besseres, als sich einen Kaffee zu schnappen und den Sonnenschein zu genießen.
Und dann kamen mir ein paar Gedanken. Eigentlich ist es schon unglaublich, wieviel Geld ein nicht-Sehender wie ich in seinem Leben für seine Augen ausgibt. Als Sehender ist man sich das ja gar nicht so bewusst. Es sind ja nicht allein die Kontaktlinsen (und die kosten, zumindest wenn man besondere braucht wie ich, schon ein kleines Vermögen). Und nicht nur die "normalen" Augenarztkosten. Es kommt ja auch die Brille hinzu. Dann die Reinigungslösung für die Linsen. Und (wenn man das denn machen würde) spezielle Reinigungstabletten. Und wehe du verlierst eines dieser glitschen Plastikdinger!!
Ich will es nicht ausrechnen, aber jedenfalls ist es ziemlich viel Geld, was diese kleinen braunen Kulleraugen kosten. Guuut, da ich ja im Prinzip schon fast zu den Blinden gerechnet werden kann muss ich für die meisten Kosten ja nicht aufkommen. Trotzdem. Meine Augen sind was wert. Deshalb habe ich mir Folgendes überlegt: Wenn ich dann mal sterbe sollte ich - bzw jemand in meinem Namen - die Augen aufbewahren. Mit Preisschild (sofern sich das noch grob überschlagen lässt) wieviel ich in meinem Leben dafür ausgegeben habe. Am besten auf einem kleinen Schrein. Kontaktlinsen und Brille daneben.

Donnerstag, 22. März 2007

I`m a loser, baby...!

Ja, ich geb`s zu. Ich bin ein absoluter Versager beim Bowlen. Das wurde mir heute wieder schmerzlich bewusst. Keine Ahnung warum, aber ich habe einfach null Einfluss auf die Kugel. Sie ist zu groß, zu schwer, zu rund. Und meine Hände sind zu klein und ich scheinbar zu schwach. Und die Schuhe sind sowieso viel zu rutschig. Egal, was ich mache - die Kugel macht das, was sie will. Hauptsache nie das, was ich will. Da helfen auch die Tipps meiner "Bowling-Kollegen" nichts. "Gerade werfen". Ja, nur wie. Es scheint völlig wurschd zu sein, ob mein Arm gerade ist, ob ich Kraft einsetze oder nicht - die Kugel rollt. Ins Abseits. Treffer: Zero.
Ein kleiner Blick auf die Nebenbahn. Da ist eine, die scheint noch weniger vom Bowling angetan zu sein als ich. Sie steht gerade, kein Millimeter bewegt sich. Und plumps. Lässt die Kugel einfach fallen. Nichts mit Schwung holen, tiefer gehn...doch das Faszinierende ist - sie trifft. Unglaublich. Warum klappt das bei mir nicht? Ich mein, nicht, dass ich die Kugeln sanft auf die Bahn befördere (ich befürchte, nachdem ich drauf war bzw. meine Kugeln, hat die Bahn einige Dellen mehr) - aber ich geb mir wenigstens noch Mühe!! Völlig sinnlos.
Da ist Hopfen und Malz verloren - aber immerhin kann ich beweisen, dass ich ein guter Verlierer bin.
Also bin ich wahrscheinlich auch wieder das nächste Mal dabei, wenns heißt: Bowling Time. Vielleicht klappts ja dann mit dem Strike - die Hoffnung stirbt schließlich zuletzt.

Freitag, 23. Februar 2007

Back again

Ich bin wieder in Augsburg. Fasnet ist überstanden, dank „Kurzurlaub“ mit Family. Wandern im Schwarzwald, viel frische Luft, viel Schlaf und gutes Essen – heißt Kontrastprogramm Fasnet. Der Alltag kann wieder beginnen!